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the empyrean
Ein Drache ohne seinen Reiter ist tragisch. Ein Reiter ohne seinen Drachen ist tot.
— Rebecca Yarros, Flammengeküsst

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Reiter
25 Jahre alt
Banes Leben wird durch eine einzige Frage bestimmt: Wo ist Aven? Nachdem sein Vater, ein Reiter des Militärs, bei einem seiner Einsätze ums Leben kommt, nimmt sich seine Mutter das Leben. Bane, der damals vier Jahre alt ist, sitzt neben seiner Mutter, bis sie verblutet. Ein Trauma, das ihn bis heute begleitet. Dementsprechend ungern blickt er auf sein Leben vor dem Waisenhaus in Aretia zurück. Dort lernt er Aven kennen. Dieser ist für ihn nicht nur sein bester Freund, sondern auch sein Bruder. Sein adoptierter Zwilling. Sein Anker. Aven ist es, der ihn wieder zum Lachen bringt, der dafür sorgt, dass sich die riesige Wunde in seiner Seele wieder zuziehen und langsam verheilen.
Doch mit der Rebellion im Jahr 628 ändert sich alles. Aretia wird überfallen und niedergebrannt und irgendwo, inmitten dem Chaos, versuchen Aven und Bane zu flüchten. Etwas, das ihnen nicht gelingt. Bane wird niedergeschlagen, eine klaffende Wunde in seiner Seite. Das letzte, was er sieht, ist, dass Aven flüchten kann. Das ist alles, an was er sich erinnert.
Bane setzt nach seiner Genesung alle Hebel in Bewegung, um Aven wiederzufinden, doch dieser ist wie vom Erdboden verschluckt. Aus Verzweiflung tritt er dem Reiterquadranten bei, in der Hoffnung, über das Militär an mehr Informationen zu gelangen. Die Ausbildung am College gibt ihm halt. Insbesondere die körperliche Ertüchtigung sorgt dafür, dass er zurück ins Leben findet und vereinzelte Freundschaften schließt. Doch so offen, wie damals mit Aven, ist er heute nicht mehr.
Mit dem Ziel im Kopf, später an die Front zu gehen, stürzt sich Aven in seine Kampfausbildung. Sein Talent für den Nahkampf bleibt nicht unbemerkt. Heute ist er nur selten ohne seine Hellebarde anzutreffen und dass er ein guter Flieger ist, stellt keiner in Frage. Die wenigsten wissen jedoch, dass er große Schwierigkeiten mit dem Lesen hat und Bane tut sein Bestes, um diese fehlende Qualifikation zu verschleiern.
Ein Leben ohne seinen Drachen kann er sich heute nicht mehr vorstellen. Dennoch ist er kein Fan von seiner Siegelkraft, aus dem einfachen Grund, weil man ihn als Heilmacher nie an die Spitze des Geschwaders setzt, sondern gerne in der Hinterhand behält. Deshalb schickte man ihn auch erst kürzlich ins Ostgeschwader, um dort von Thane Madlock zu lernen, wovon Thane in etwa so begeistert ist, wie Bane selbst – nämlich gar nicht. Von seinen Kollegen wird er als wortkarg, aber hilfsbereit beschrieben. Ein guter Kerl in grimmigem Gewand, der einen Freund niemals hilflos zurücklassen würde. Vielleicht ist auch das der Grund, weshalb er immer noch nach Aven sucht: Er träumt regelmäßig von ihm und sieht dies als Zeichen, weiterzumachen, denn wie könnte er seinen Bruder aufgeben, dessen Leiche er niemals gesehen hat?
Gespielt von Caro
Dabei seit: 13.11.2024, 21:22
Zuletzt gesehen: 09.01.2025, 14:18

Fliegerin
21 Jahre alt
Da ist ein Blitzen in deinen Augen, deine Mundwinkel sind zu einem schiefen Grinsen verzogen. Es ist nicht schwer, bei diesem Blick auf den Gedanken zu kommen, dass du irgendeinen Unfug im Kopf hast, vielleicht sogar schon daran arbeitest, auf dem Weg bist, ein paar Pferde zu stehlen und ans Ende der Welt zu reiten. Nichts, was du schon einmal gemacht hättest. Doch nichts in deinem Gesicht gibt einen Hinweis darauf, wo du herkommst oder was du bereits erlebt hast. Da ist keine Spur mehr von dem siebenjährigen Mädchen, das nach dem Tod ihrer Mutter auch noch ihren Vater verloren hat; das von heute auf morgen komplett auf sich allein gestellt war und jeden Tag aufs Neue sehen musste, wie es überlebt. Wo es was zum Essen herbekommt. Und bald sogar, wo es einen Platz für die nächste Nacht findet, weil das Haus, in dem es aufgewachsen ist, keine Option mehr war. Wenn du je etwas gestohlen hast, dann war es Nahrung, dann war es das Geld aus den Taschen unachtsamer Menschen.

Das Leben war nicht immer nett zu dir – aber auch nicht immer scheiße. Es hat dir Menschen genommen, aber auch Menschen gegebene. Hat dich auf der Straße nicht mehr allein sein lassen, eine neue, zweite Familie finden lassen, dich irgendwie zum ersten Mal richtig ankommen lassen, obwohl das alles vielleicht nicht die Art von Leben war, in dem man wirklich ankommen wollen sollte. War nicht immer alles Sonnenschein, hat oft geregnet, im wahrsten Sinne des Wortes, und nicht immer war das Dach über deinem Kopf dicht. Nicht immer hat es sich dabei wirklich um ein Dach gehandelt. Ihr habt euch gemeinsam durchs Leben gezogen, du hast gelernt, anderen zu vertrauen und dass du dich auch auf sie verlassen kannst und dass das Leben, wie du es mit deinem Vater geführt hast, absolut nicht perfekt war. Und nicht normal, nicht familiär. Im Kreise deiner Freunde, deiner neuen Familie, spielten die anderen Umstände deines Lebens mit der Zeit eine immer kleinere Rolle. War gar nicht mehr so wichtig, ob ihr auf der Straße gelebt habt oder auf einer Farm, zwischen Tieren, Heu und realer Scheiße, um die ihr euch dann auch noch zu kümmern hattet. Wichtiger war, dass ihr einander hattest. Dass du die anderen hattest; Menschen, denen du etwas bedeutest, die dich nicht verlassen würden. Menschen die –

dir schließlich auch genommen wurden. Nur anders, nicht durch Krankheit oder Verbrechen.

Mit ihnen wurde dir eine große Portion deines Vertrauens genommen. Oder: der Mut dafür, dieses Vertrauen wieder in andere Menschen zu stecken, während die Angst gestärkt wurde, wieder verlassen zu werden, wieder allein zurück zu bleiben. In den letzten Jahren hast du vor allem diesem einen Jahr entgegengefiebert. Dem Jahr, in dem du vielleicht etwas aus dir würdest machen können, in dem du aber auch die anderen hoffentlich wiedersehen würdest. Erinnerst dich schließlich noch dran, als wäre es gestern gewesen, dass ihr über die Cliffsbane Akademie gesprochen habt. Davon, die ganze Scheiße hinter euch lassen oder doch wenigstens gegen andere Scheiße eintauschen zu können. Feste Mahlzeiten, ein festes Dach über dem Kopf. Dem Königreich dienen, das dir selbst bisher noch nicht viel Gutes getan hat. Und das alles auf dem Rücken eines Greifen, auf dem du vielleicht auch ans Ende der Welt fliegen könntest. Oder zumindest ins nächste Abenteuer, in ein neues Leben.
Gespielt von Jea
Dabei seit: 10.11.2024, 15:10
Zuletzt gesehen: 31.01.2025, 19:39

Heilerin
32 Jahre alt
Du bist eine Frau, die ihre Heimat liebt, von ganzem Herzen. Hast den Großteil deines Lebens in Chantara verbracht und wenn es nach dir ginge, könnte das auch den Rest deines Daseins so bleiben. Kennst jeden Winkel der Kleinstadt wie deine Westentasche. Hast noch heute einige deiner rührendsten Andenken unter losen Holzdielen gebunkert und an jedem zweiten Dachbalken oder Baum stößt man auf deine Initialen - die meisten vor langer Zeit in das morsche Holz geritzt, manche noch recht frisch. Gibst auch heute noch gelegentlich dem Drang nach, Wege zu finden dich zu verewigen, deine Spuren zu hinterlassen. Bist noch immer dieselbe Briar, die hier als Kind ihr Unwesen getrieben hat, zusammen mit ihrer rebellischen Zwillingsschwester und dem Rest der wilden Bande. Gemeinsam habt ihr den Kadett:innen des Basgiath nachgeeifert, mit dem klaren Ziel vor Augen, zu ebenso furchtlosen und ehrenhaften Held:innen heranzuwachsen. Euch einen Namen zu machen als tapferste Kämpfer:innen Navarres und euren Familien wie auch eurem Dorf Ruhm und Ehre zu bringen. An der Kriegsakademie seid ihr alle gezwungenermaßen gelandet, manche von euch haben sich auf der Militärleiter sogar recht hoch gearbeitet, aber du? Du hast das blonde Mädchen mit den bewundernden, großen Augen und den noch größeren Träumen enttäuscht. Aus dir ist nicht die außergewöhnliche Koryphäe der Heilkunst geworden, geschweige denn die Heldin, die ihr Leben kompromisslos dem Schutz der Bevölkerung verschreibt. Hast es versucht, ehrlich. Während deine Zwillingsschwester Laurel euren Traum als Drachenreiterin lebt, hast du es nicht länger als ein paar mickrige Jahre an der Front ausgehalten. Bist zerbrochen an dem Leidensdruck, den die harsche Realität des Krieges auf dich ausgeübt hat, und an dem ausgeprägten Weltschmerz, der sich Tag um Tag breiter gemacht hat in deiner zarten Seele. Bist zeitlebens die sensible der Forsythe-Geschwister, was dir in deinem Beruf als Heilkundige nicht selten in die Karten gespielt hat. Hattest schon immer so eine ungezwungene, empathische Art an dir, der man nur vertrauen kann. Jemandem wie dir legt man gerne sein Leben in die Hände oder, seit du nun nebenberuflich als Geburtshelferin arbeitest, auch das Leben seiner Kinder. Fühlst dich in diesem Feld endlich aufgehoben, hast das Gefühl, wirklich etwas Gutes bewirken zu können, etwas Wichtiges und Bleibendes. Leben auf die Welt zu bringen, statt es tagtäglich erlöschen zu sehen.
Gespielt von Kiri
Dabei seit: 12.10.2024, 22:28
Zuletzt gesehen: 20.01.2025, 00:11



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content by berrie & sophie • based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros