reisende:r
Registrieren
the empyrean
Während andere es eilig haben, sich vor mich zu stellen, steht er an meiner Seite, in dem Vertrauen, dass ich mich behaupten kann.
— Rebecca Yarros, Flammengeküsst

Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.
Gemeinschaftsgefühl ist, mit den Augen anderer zu sehen, mit den Ohren anderer zu hören, mit dem Herzen anderer zu fühlen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Infanterie
36 Jahre alt
Der Name Izora an-Amarat ist ebenso eine Erfindung wie eine Anspielung auf eine mythologische Figur, die in der Gunst Dunnes stand und ihre Heldentaten vollbrachte. Doch mit mittlerweile 36 Jahren ist es Izora gelungen, diesen Namen selbst mit Leben zu füllen und ihm einen eigenen Ruf zu verschaffen:

Izora an-Amarat, unehrenhaft entlassene Infanteristin des poromischen Militärs. Das allein verwundert schon, führt Poromiel doch einen Zweifrontenkrieg, muss sparsam mit seinen Ressourcen und froh über jeden sein, der sich über den Wehrdienst hinaus freiwillig verpflichtet. Über Izoras Charakter und eine mangelnde Umgänglichkeit sagt dieser Status der Entlassenen entsprechend viel aus: Sie hat Menschen vor den Kopf gestoßen, enttäuscht, hintergangen und ihr Vertrauen verspielt, die für sie alles getan haben. Ihre eigene Meinung und ihre eigenen Interessen sind ihr wichtiger als die einer Gruppe, deren Leben auch von ihrem Leben abhängt. Wer sich auf sie verlässt, ist mit ziemlicher Sicherheit also verlassen.

Izora an-Amarat, Tochter der Göttin Dunne und ehemalige Tempelwache aus Miralanthor. Als Findelkind ist sie von Kriegerpriester:innen aufgezogen worden und bekam die gleiche Laufbahn in die Wiege gelegt – ohne sie zu erfüllen. Auch das bestätigt, die mangelnde Kontinuität, die mangelnde Zuverlässigkeit von Izora; oder ihren schlichten Unwillen, sich Strukturen und Regeln zu fügen. Ihr Verhältnis zu Religion schwankt also zwischen den Extremen von absoluter Ablehnung und Übererfüllung. Und während sie das Militär nicht vermisst, vermittelt jeder Tempel den Anblick von verlorener Familie.

Izora an-Amarat, Söldnerin und Straßenkämpferin - und als solche sorgt sie dafür, dass man die vorherigen Details über sie weiß. Sie will, dass man weiß: Sie ist mit einer Waffe in der Hand aufgewachsen. Sie will, dass man weiß: Loyalität ist nicht gesetzt, sondern das Ergebnis von Verhandlungen, die immer mal wieder neu zu führen sind. Doch dann begleitet sie als Wachschutz Handelskarawanen auf ihren Reisen durch Poromiel, um im Angesicht von Veneni vor allem „LAUFT!“ zu brüllen und nachher die Regierung zu verfluchen, die sich zwar damit rühmt, für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen und einen Krieg gegen Navarre zu führen, um diese erhöhen zu können – aber stets nicht genug tut.

(Moralische) Ansprüche an sich und ihr Umfeld hat Izora an-Amarat zuhauf; sucht auch in organisierten Straßenkämpfen nicht das Abenteuer, sondern eine Trainingsmöglichkeit; und hat aus ihrer Kinderstube mehr (religiöse) Wertvorstellungen mitgenommen, als man erstmal denkt. Ihr Weg, diese umzusetzen, ist jedoch ebenso unkonventionell, wie er ihr auch oft verloren geht, unter der Notwendigkeit, als Einzelkämpferin in ihrer Welt für das eigene Überleben zu sorgen. Nie jemanden – zu nah – an sich heranlassen zu wollen, ist jedoch am einfachsten umzusetzen, signalisiert man einen permanenten Menschenhass und Genervtheit von mangelnden Kompetenzen anderer.
Gespielt von Maj
Dabei seit: 05.11.2024, 20:34
Zuletzt gesehen: 21.01.2025, 07:39

Reiterin
21 Jahre alt
Den Kopf eigentlich schon immer in Büchern oder in den Wolken, flüchtete sich Ivelle Nyra Kinnaird stets gern in fremde Welten, wo die eigene doch teils so düster erschien. Ein gewisser Hang zu Eskapismus ist ihr geblieben, eine Liebe für Bücher ebenfalls, aber ein Teil ihrer Träume hat sich schon vor geraumer Zeit in ihre Realität verlagert. Sie mag ein oder zehn Märchen zu viel gelesen haben, die sie lange ein „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ als erreichbares Ziel ansehen ließen. Diese Romantisierung musste sich aufgrund ein bisschen Enttäuschung verflüchtigen, schließlich kann sie die Überzeugung, dass es nicht das Ende sein kann, wenn’s nicht glücklich ist, anhand unterschiedlicher Erlebnisse ihrer letzten Lebensjahre problemlos widerlegen. An den Glauben, dass Liebe eine magische Kraft inneruht, indes klammert sie sich mit einem dieser eisernen Griffe, welche die Fingerknöchel blasser hervortreten lassen. Schließlich ist es eben diese Liebe, die sie von ihrem lange Jahre gereiften Plan ihren Dienst als Schriftgelehrte zu verbringen, zur Entscheidung bewogen hat, sowie ihre kurzzeitige Pflegeschwester Reiterin werden zu wollen. Ein Jahr Vorbereitung schien kaum genug, um die eher belesene als sportliche junge Frau über das Viadukt und durch die darauffolgenden Gauntletprüfung zu bringen, aber sie überraschte wohl viele damit, dass sie selbst die Präsentation überlebte und sich schließlich beim Dreschen sogar ein Drache für sie entschied. Aus einem metaphorischen ‚Mit dem Kopf in den Wolken‘ ist also auch eine Tatsächlichkeit geworden. Ihre körperlichen Schwächen haben sich über das erste Jahr verringert, ihre Stärken liegen aber nach wie vor in der Theorie. Belesen ist sie also weiterhin, dass gleich beide Gründe, dass sie Reiterin werden wollte, ebenfalls durch das College wandeln, hat sie jedoch nicht gänzlich bis zum Ende durchdacht.

Den Traum einer lebenslangen Beziehung mit ihrer Jugendliebe, ließ sie die von ihren Eltern – eigentlich Adoptiveltern, aber sie hat sie schon vor langer Zeit als ihre Familie angenommen – angestrebte Verlobung als unmöglich ansehen und durch die Bindung mit einem Drachen auf genügend Eigenständigkeit hoffen, ihr zu entgehen. Dass ihre Jugendliebe die Distanz wahrt, obwohl sie manchmal nur ein paar Schritte trennen – schließlich ist er auch Reiter geworden – lässt sie manchmal an ihrer Rolle der hoffnungslosen Romantikerin zweifeln. Samael Quirrn als potenziellen Ehemann zu sehen, kommt irgendwie trotzdem nicht so recht in Frage. Vielleicht folgerten gerade diese Unsicherheiten ihre Siegelkraft, die ganz eigene Herausforderungen mit sich bringt. Nicht nur, dass Vorausseher selten sind, ihre prophetischen Träume sind auch noch höchst schwierig einzuordnen. Meist sieht Ivelle nur die kleinsten Details einer Szenerie und kann häufig, wenn überhaupt, erst in Momenten, wo sie ihnen tatsächlich begegnet, einordnen, was sie bedeuten. Dabei hilft manchmal jemandem aus ihrer Staffel vielleicht erst mit dem rechten Fuß loszulaufen oder den Schuh neu zu binden oder ein gewisses Essen nicht zu wählen. Es sind Kleinigkeiten, die großen Visionen blieben bisher aus, aber hilfreich kann die ein oder andere sicherlich sein. Für jemanden, der derart viel tagträumt, vielleicht auch eine Form von Ironie des Schicksals, in ihren Träumen nun tatsächlich möglichen Realitäten zu begegnen und noch mehr, dass sich diese Prophezeiungen zuletzt nicht mehr nur auf ihre Träume beschränken.

Ivelle erscheint manch einem sicherlich immer noch etwas zu zart und sanft, aber die letzten Monate und das letzte Jahr haben sie durchaus etwas härter werden lassen. Sie ist mehr so naiv zu glauben, dass alle ihr etwas Gutes wollen, erliegt wohl aber dem IrrGlauben, dass das Gute am Ende stärker sein muss. Hilfsbereitschaft bedeutet ihr viel, Streit eher weniger, aber in Momenten, in denen sie früher geschwiegen hätte, ergreift sie nun auch einmal bestimmt Partei. Nicht nur für andere, sondern auch sich selbst. Mit ein bisschen mehr Schatten innerhalb der Welt und auch in ihrem Charakter hat sie sich arrangiert. List, um des überlisten willen, ist ihr aber immer noch genauso zuwider, wie andere auszunutzen, so hilfreich es sicherlich in ihrem neuen Leben auch manchmal wäre. Ihr Herz indes hat sich etwas mehr verschlossen und Vorsicht ist mit dem ein oder anderen Verrat einhergegangen, aber dem zum Trotz würde sie immer noch lieber weitere Freundschaften schließen, als sich Feinde zu machen. Ivelle wird gerne gemocht und lernt gerade erst, damit umzugehen, wenn Menschen es nicht tun.
Gespielt von jella
Dabei seit: 21.09.2024, 14:23
Zuletzt gesehen: 22.01.2025, 15:09



Powered by MyBB, © 2002-2026 MyBB Group • styled by Jule [ Customize Style ]
content by berrie & sophie • based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros