reisende:r
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the empyrean
Sie hatten einander gefunden. Führten einander in diesen Raum, aus ihm wieder heraus, durchs Leben.
Roald Thordar

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Gemeinschaftsgefühl ist, mit den Augen anderer zu sehen, mit den Ohren anderer zu hören, mit dem Herzen anderer zu fühlen.

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Reiterin
31 Jahre alt
Die Tür öffnet sich und dann weht der Sturm herein. Ein Sommergewitter mischt sich mit tanzenden Schneeflocken, ein Blitz schlägt ein und löst eine Lawine aus. Das ist Maleagan Thalor, fünftes Kind des Königs von Navarre, Prinzessin, Drachenreiterin, zeitweise persönliche Geißel ihrer Familie und geliebt für Volksnähe und ein paar Geschichten, die den Sonntagskaffee vergnüglicher machen. Wenn sie sich in ihrem Leben eines nicht schuldig gemacht hat, dann falscher Zurückhaltung und Halbherzigkeit.

Dabei war das ganz sicher nicht, was ihre Eltern sich ursprünglich mal vorgestellt hatten. Die fünfte zu sein bedeutet noch nicht, sich in Bedeutungslosigkeit kleiden und das Leben genießen zu dürfen. Seit ihrer Geburt kämpft Maleagan mit den Erwartungen, die sich viel zu oft mehr auf ihre Rolle als auf ihre Person beziehen. Ein gutes Bild abgeben, heiraten - am besten eine gute Partie, als wäre man selbst das nicht schon ausreichend - das Rampenlicht und die Wohltätigkeitsaufgaben ihrer Mutter übernehmen, in Krisenzeiten der strahlende Fixstern des Trosts sein. Das letzte ist so ungefähr das einzige, was sie davon kann und mag und auch schon während der tyrrischen Rebellion getan hat.
Der Rest: Nein danke! Seit jeher befindet sich die Prinzessin daher ganz schnell in einer Konfliktsituation mit mindestens ihren Eltern und deren verlängerten Armen. Sie ist zu wild und unangepasst und eckt damit an. Dabei ist das nicht einmal ihr Ziel und sie selbst oftmals unglücklich darüber, was den Frust und die Wut nicht besser macht. Selbstbeherrschung hat sie zwar bitter gelernt, legt sie aber ab, wann immer es möglich ist. Lea liebt ihre Familie sehr und ist sich bewusst darüber, dass die Probleme auch anders herum nicht durch einen Mangel an Liebe entstehen. Ein Bruch war daher niemals eine Option und so kommt sie bis heute zu Festivitäten zurück, selbst wenn sie vorher schon weiß, dass sie sich mit ihrer Mutter streiten wird, dem Vorwurf entgegen blickt, ihren Verlobten den ganzen Abend ignoriert zu haben und worst case am nächsten Morgen nicht in ihrem Bett, sondern eingewickelt in irgendeinen Vorhang aufwacht, was viel zu viele Leute mitbekommen haben.

Schon früh wurde Maleagan klar, dass sie irgendeinen Weg finden musste, ihr Leben doch noch halbwegs in die eigenen Hände zu nehmen und so zu entwickeln, dass sie damit glücklich werden konnte. Dankenswerter Weise gibt es in Navarre dafür einen vergleichsweise einfachen Weg: Drachen. Mit einem Drachen hinter sich wird die Freiheit größer und die Vorschriften… zumindest andere. Es hat nicht geklappt, damit wirklich selbstbestimmt zu werden, aber der Stil ihres Lebens hat sich komplett gewandelt. Mittlerweile sind auch die Vorwürfe, dass sie unabgesprochen über das Viadukt getanzt ist, irgendwie abgenutzt. Mit Feuereifer, Ehrgeiz und vor allem großer Vorfreude hat sich die Prinzessin in die Ausbildung gestürzt und keinen Augenblick an ihrem Erfolg gezweifelt. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Und auch, wenn das blaue Blut nie ganz zu verleugnen ist und seine Spuren durch ihre ganz Militärlaufbahn zieht, macht es das Militär auch einfacher, sich als eine von vielen und Teil einer Gruppe zu fühlen. Maleagan war sich von Anfang nicht zu schade dafür, das Frühstück zu machen, Dreck von den Stiefeln zu kratzen und bei Schmerz und Tod nicht wegzuschauen und das blutige Geschäft anderen zu überlassen, sondern die Hand zu reichen oder den Dolch zu ziehen. Das hat ihr Respekt eingebracht.
Nachdem sie nun einige Jahre den Rausch des Flugs genossen hat, wird der Ehrgeiz ernsthafter. Sie weiß, dass sie gut ist als Drachenreiterin. Sehr gut. Sie könnte mehr daraus machen, als sie es bisher getan hat. Offensiver angehen, wohin sie will und welche Beförderungen sie angeht, statt nur mit ihrem Vater darum zu streiten, dass sie im Gegensatz zu ihrem Bruder nicht damit zufrieden ist, Kühe über den Berg zu schubsen und ihre orangene Honigdame davon abzuhalten, dabei zu viele zu Mittagessen zu erklären.

Die Prinzessin ist außerdem keineswegs verantwortungslos. Ähnlich zu ihrer Familie hegt auch sie Liebe, Beschützerinstinkt und Führungsanspruch gegenüber ihrem Volk und ihrem Land. Darin war ihre Erziehung sehr erfolgreich. Und es ist ein ziemlich gutes Argument, dass sie offensichtlich Navarre als Reiterin einen sehr viel größeren Dienst erweist als in einem zartrosa Kleidchen, was sie doch nur mit Rotwein bekleckert. Es ist ihr nicht ganz klar, wieso der Krieg mit Poromiel so eine große Sache ist, für so viel Anspannung in ihrer Familie und der Militärführung sorgt und das ganze Wehrsystem so extrem darauf ausgerichtet ist, denn die Kräfteverhältnisse sind doch eindeutig zu ihren Gunsten verteilt. Aber es ist ihr klar, dass er geführt werden muss und dass eine starke Königsfamilie dabei hilft. Nur kann man auch nicht immer über jede Spannung hinwegtäuschen, über jedes Geheimnis oder schweigende Geschwister. Maleagan selbst ist zu eigensinnig und hat zu viele eigene Ziele und zu viel Meinung, um sich in jeder Hinsicht anzupassen und unterzuordnen.
Gespielt von Beere
Dabei seit: 04.01.2025, 18:36
Zuletzt gesehen: 21.01.2025, 10:47

Fliegerin
39 Jahre alt
Miray, oder auch: glowing like the moon. In der Familie Vardan war Miray stets ein beispiellos passendes Kind. Genau das, was man sich neben ihrem zwei Jahre älteren Bruder Mael als Ergänzung der Hauptlinie gewünscht hat. Ein ebenmäßiges Temperament, ausgeprägter Lernwille, ein gutes Herz und eine treue Seele zeichnen die Fliegerin aus, machen sie in ihrer Heimat zu einer wichtigen und beliebten Figur. Miray steht im Zentrum der Aufmerksamkeit, ist politisch auf eine Weise relevant, die beispielhaft für die Involvierung ihrer Familie in unterschiedlichen Gremien ist. Dass die Vardan außerdem einen ausgeprägten Sinn für Empathie hat, zeigt sie immer wieder vor allem in ihren Kernüberzeugungen. Sich nicht auf navarrisches Niveau herabzulassen, ganz gleich wie groß die Verzweiflung auch sein mag, gehört zu ihren Leitmotiven und fängt ihr, neben humanistischer Bewunderung, häufig auch beißende Kritik ein. Sie sei zu sanft, so wird Miray von Zeit zu Zeit vorgeworfen. Zu gutmütig, zu weich, zu unentschlossen. Zu zögerlich, wenn es darum geht, schwierige Entscheidungen zu treffen. Es sind Vorwürfe, gegen die sich Miray leicht zur Wehr setzen kann. Denn so gutherzig sie auch sein mag, so willensstark und entschlossen ist sie auf der anderen Seite. Es braucht einen besonderen Geist, sich gegen ihren charismatische und beliebten Führungsstil durchzusetzen. Und einen besonderen Sinn für Brutalität, welche Miray von Haus aus zu wieder ist und bereits zu ihren Zeiten als Schwingenführerin mit Ablehnung gestraft wurde. Heute beansprucht die Vardan einen Sitz im poromielischen Kriegsrat, ließ ihre aktive, militärische Karriere hinter sich, um nach dem Tod ihres Bruders dessen Amt zu übernehmen. Dass ihr die Rolle als Politikerin bequem geworden ist, zeigt der Rest ihres Lebens, verbringt die Fliegerin doch mittlerweile mehr Zeit in den Räumlichkeiten endloser Sitzungen als zwischen den Grausamkeiten unterschiedlicher Schlachtfelder. Dennoch volksnah zu bleiben und sich auch unter den gemeinen Leuten immer wieder präsent zu zeigen, ist hingegen eine kalkulierte Entscheidung und gemeinsam mit dem Wahrheitsgehalt jener Taten Kernelement ihrer bis dato unantastbaren Beliebtheit.
Gespielt von Motte
Dabei seit: 02.12.2024, 11:04
Zuletzt gesehen: 31.01.2025, 20:33

Reiter
28 Jahre alt
Dein Weg lag immer schon ganz klar vor dir. Nicht immer bestimmt von deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen, aber nicht völlig fremdbestimmt. Du wolltest immer schon so sein wie dein Vater. Wolltest groß und mächtig sein. Was das bedeutet, hast du erst später verstanden und es hat für dich einiges – aber nicht alles verändert. Du hast deinen Weg angepasst und bist Drachenreiter geworden, während deine Verlobung mit einer Königstochter immer erreichbarer wurde – naja auch wenn es eigentlich schon lange geplant war. Du willst für sie da sein und eine Familie mit ihr gründen. Und zugleich deinem Land dienen, so gut du kannst. Dein Vater hat so viel in deine Bildung und dein Training investiert, dass du kaum eine normale Kindheit hattest. Du hattest keine Zeit zum spielen. Aber das war eben der Preis. Ein Preis den du zu zahlen bereit warst – auch wenn du nun deinen eigenen (zukünftigen) Kinder dergleichen ersparen wollen würdest. Das Leben ist schon hart genug wenn man irgendwann auf die eine oder andere Art in den Krieg ziehen muss. Da sollte man wenigstens seine Kindheit genießen können. Deine Ausbildung in Basgiath hast du ziemlich gut abgeschlossen und bist bei einer Staffel gelandet, die in Calldyr Stadt stationiert ist. So kannst du weiter deinen Träumen folgen und deine Verpflichtungen so inbrünstig erfüllen, wie du immer wolltest. Du bist in der Nähe deiner Verlobten und kannst sie sehen, wann dir danach ist – immerhin soll sie dich kennenlernen. Soll wissen wer du bist, damit ihr einander vielleicht irgendwann nicht nur als Ehepartner sondern auch als Freunde sehen könnt. Das wäre das beste Ergebnis dieser Situation, das du für dich – für euch sehen kannst. Natürlich vermisst du deine Familie zuhause auch – du bist schließlich mehr Familienmensch als man dir ansieht. Vermutlich denken viele dass du einfach ZU ehrgeizig für dergleichen bist – aber dann kennen sie dich halt einfach nicht. Neben all deinen Zielen findest du IMMER Zeit für einen Brief in die Heimat.
Gespielt von Cay
Dabei seit: 01.11.2024, 13:12
Zuletzt gesehen: 05.01.2025, 14:40

Reiter
23 Jahre alt
Maxence ist ein Angehöriger der angesehenen Familie Soleil, die für ihren militärischen Erfolg, ihre Loyalität und ihren Einfluss bekannt ist. Als jüngerer Bruder von Nevian Soleil, einem hochrangigen Reiter und gefürchteten Deserteurenjäger, steht Maxence in einer traditionsreichen Familie, die für das Militär lebt und atmet. Die Frage nach der Karriereleiter stellt sich bei einem Soleil nicht – die militärische Laufbahn ist vorbestimmt. In der Krippe begann für ihn die Ausbildung, und das Pflichtbewusstsein wurde ihm von Kindesbeinen an eingebläut. Über die Jahre ist die körperliche Anstrengung für Maxence zur Routine geworden, und ein klares Bewusstsein für seine eigenen Stärken und Schwächen hat sich dabei entwickelt.Die Soleil-Familie trägt ein Wappen mit einer goldenen Sonne, dass die Werte von Kampfgeschick, Tradition und Regimetreue symbolisiert. Mit diesem Wappen und dem mächtigen Ruf seiner Familie im Rücken ist Maxence stark von Arroganz geprägt. Maxence ist sich seines Ranges und des Ansehens seiner Familie bewusst, was ihn in seiner Selbstwahrnehmung als überlegen erscheinen lässt. Diese Arroganz wirkt auf andere oft abschreckend oder als überheblich – und gelegentlich nutzt Maxence diese Wirkung bewusst, um seine Position zu festigen.Maxence ist ehrgeizig und in der Lage, Informationen schnell zu erfassen und strategisch zu handeln. Seine Auffassungsgabe und Empathie ermöglichen es ihm, Situationen und die Emotionen anderer zu verstehen, doch er zeigt oft wenig Geduld für die, die er als schwächer oder weniger talentiert ansieht. Sein Mut zeigt sich in seiner Bereitschaft, Risiken einzugehen und für seine Überzeugungen einzustehen, besonders wenn es darum geht, seine Familie und Freunde zu schützen. Trotz seiner Arroganz empfindet er den hohen Druck, den Erwartungen seiner Familie gerecht zu werden, was für auch eine Belastung ist. Zudem fehlt ihm manchmal das Selbstbewusstsein, das ihn in schwierigen Situationen oder im Vergleich zu seinem Bruder Nevian zu eigenen Zweifeln führen kann. Diese Unsicherheiten überspielt er oft mit seiner Arroganz, wodurch er selbst in Momenten der Schwäche distanziert oder unnahbar wirkt.
Gespielt von Sarah
Dabei seit: 27.10.2024, 16:09
Zuletzt gesehen: 20.01.2025, 13:13

Reiterin
32 Jahre alt
"Now, litte Human. What have you learned? Die allumfassende, burmmende Stimme in ihrem Kopf donnerte fast lauter als das Gewitter um sie herum. "That losing your parents twice sucks." erwiderte sie, ohne den Blick von den Gräbern ihrer Eltern zu nehmen. Die Stecklinge waren noch schwach und die Erde noch braun. Nach der kleinen Zeremonie, in der sie die Bäume als Erinnerung gepflanzt hatte, hatte sich die Drachenreiterin nicht fortbewegt. Ihre Glieder waren wie versteinert. Ihr Geist noch zu sehr in den Erinnerungen. Sie hatte kaum mitbekommen, als Rafiki hinter ihr gelandet war und sich über sie stellte. Mira war so unendlich müde geworden, der Adrenalin-kick den sie vor ein paar Tagen bekam war schon längst nicht mehr da. In ihrer Hand, der Brief der sie ereilt hatte. Es war vorbei. Sie beide waren nicht mehr. Niemand würde mehr auf sie warten, wenn sie vom Einsatz kam. Die Bäckerei würde in stille getaucht werden. Die Öfen für immer verstummen. Sie würde nie wieder das Lachen ihrer Mutter hören, wenn sie darüber redete was im Dorf wieder passiert war. Sie würde nie wieder die schweren Schritte ihres Vaters hören, der ihre Tasche schon wieder mit frischem Brot vollgestopft hatte. Es war alles auf einmal vorbei.
Das war alles schon einmal passiert, doch damals war sie so viel kleiner gewesen. Ihr Alter hatte sie davon bewahrt, den Schmerz zu spüren als sie das letzte Mal in die Augen ihrer Blutsverwandten gesehen hatte. Wie sie wohl lachte? Interessierte sie, was die neusten Gerüchte im Dorf waren? Hatte er auch so schwere Schritte und würde ihre Taschen füllen mit seiner Fürsorge? Würde Mira es schaffen zu verstehen warum sie beide damals so gehandelt hatten? Warum sie damals nicht genug war? War sie zu laut gewesen? Zu weinerisch? Schreite sie zu sehr?
"There is only one way to find out." Seine Stimme allgegenwärtig. Seine Worte tyrrisch. Rafiki war alles, außer ein ungeduldiger Lehrer. Damals, als Mira beim Dreschen durch die Wälder lief, hatte sie eigentlich einen orangenen Drachen gesucht, der mit ihr seine Freiheit teile, doch der grüne Drache über ihr hatte andere Pläne gehabt. Er hatte sie gesehen und kurzerhand für sie beide entschieden und statt der endlosen Freiheit bekam Mira einen Anker. Ohne ihn, wäre sie nun ganz alleine auf dieser Welt. Schwach nahm sie ihre Hand und legte sie an das große, grüne Bein neben ihr. "Weißt du, du bist ein schlechter Regenschirm." verkündetete sie, festentschlossen aus dieser gedrückten Stimmung zu kommen, während sie beobachtete wie die Regentropfen an seinem Bein hinab wanderten. Wie sie Tränen auf ihrem Gesicht. "und du schnodderst." Ertönte es über ihr, doch Rafiki bewegte sich nicht weg. "Ich hab dich auch lieb."
"Du hast Reiter vor mir verloren, nicht wahr? Gehst du sie manchmal besuchen?""Gräber sind menschlich. Doch ja, sie besuchen mich manchmal." "Dann gebe ich mein Bestes zu überleben, bevor ich dich auch heimsuche." "Das wird nicht nötig sein. Denn du bist meine Letzte." Wie unerträglich versönlich es klang, jemandes letzte zu sein. NIemand von ihnen würde jemals mehr alleine sein. "Bis das der Tod uns für immer verbindet." Mira stand auf und drehte sich zu ihrem übergroßen Freund um. "Bis das der Tod uns für immer verbindet." erwiederte er und sah ihr ins Gesicht. "Können wir ein letztes Mal über die Wiesen fliegen, bevor ich...?" Bevor sie sich drum kümmern musste alle Geschäfte zu erledigen und dann nie wieder zurückzukehren. Die Stecklinge würden zu großen, starken Bäumen werden und neues Leben beherbergen. Und das Leben würde weiter gehen als hätten ihre Eltern nicht gelebt. Als hätten sie nie geliebt. "Ofcourse, little Human." "And then we go back to our Team." Und sie würde sich nun endlich an die Aufgabe machen, vor die sie immer so sehr Angst hatte. Ihre blutsverwandten Eltern zu finden.
Gespielt von Paw
Dabei seit: 20.10.2024, 20:53
Zuletzt gesehen: 01.01.2025, 10:27

Reiterin
50 Jahre alt
Nicht jede Macht schlummert in starken Körpern. Manch wahre Stärke schlummert in der Verbindung, die man seit Jahren zum eigenen Drachen pflegt, in der Siegelkraft, die aus der Bindung entstanden ist und in dem Kopf, der auf schmalen Schultern sitzt. Myrrin lebt seit jeher mehrere Leben: das der Erforschung von Magie, speziell von Runen, eben jenes im Revolutionsrat und das andere als Lehrerin eben gerade an jener der Schule, die sie damals selbst kaum überlebt hat. In den Reihen der Reiterinnen und Reiter wurde sie stets aufgrund ihrer körperlichen Schwäche belächelt, hatte Glück überhaupt bis zum Dreschen zu kommen. Mittlerweile unterschätzt man sie weniger und doch ist da immer dieser Blick, der deuten lässt, dass manch einer glaubt, ohne ihre Drachen wäre sie nichts. Die schmale beinah zerbrechlich wirkende Frau hat gelernt solche Blicke durch ihre vier Jahrzehnte Lebenserfahrung auszublenden, ebenso wie sie sich mit ihren eigenen körperlichen Defiziten mittlerweile zu arrangieren weiß. Ihre maßgeschneiderten Flugleder lassen sie innerhalb ihrer Formation kaum noch auffallen, ihr Wissen über Magie macht sie nicht nur zu einer begnadeten Lehrerin, sondern auch zu einer ernstzunehmenden Gegnerin. Der Kampf ist ihr mittlerweile in ihr Innerstes gewebt, befeuert den rhythmischen Klang ihres Herzens und einen eisernen Willen. Zwei Mal musste Myrr in ihrem Leben etwas aufgeben, in beiden Fällen waren es andere Menschen und doch tut sie sich generell schwer mit dem Konzept, hält auch heute noch an stillen Wünschen fest, obwohl man sie hätte längst über den Haufen werfen können oder auch müssen. Es ist dieser nicht zu brechende Kampfgeist, der sie immer weitertreibt, selbst die schwersten Wunden und auch ihre bisherige Zeit an der Front überleben ließ. Dabei ist nicht zu verleugnen, dass sie über die Jahre Dinge verloren hat, Freunde, Vertraute, ihre eigene innere Wärme begraben unter einem Berg von Distanz, die sie zu den meisten Menschen in ihrer Umgebung hält, um in ihrem Doppelleben nicht aufzufliegen. Professionell ist das Adjektiv mit dem Meisten sie in ihrem beruflichen Kontext beschreiben, dabei glaubt sich Myrrin manchmal eher eine Hülle ihrer eigentlichen moralischen Kernwerte, eine Maske so lange zurechtgenäht bis kaum noch zu erkennen ist, wer eigentlich darunter steckt. Diese Ambivalenz ist für sie ein erprobtes und doch auch zuweilen einsames Konstrukt, einem die sie mit ihren magischen Studien entgeht, verbinden diese doch ihre beiden Welten.

Magische Beschwörungen sind für sie zum Alltag geworden, die Grenzen ihrer eigenen Energiereserven und jene ihres Drachen auszutesten, erfordert ein Feingefühl, mit der sie den meisten Aufgaben begegnet. Dabei scheut sie keineswegs ihre Siegelkraft des Energieentzugs gegen andere zu verwenden, weiß wohl aber um die Gefahren die mit diesem komplexen Spiel einhergingen. Als Kind noch in dem Glauben, die Veneni seien nicht mehr als schaurige Geschichten, die man in ihrer Heimatprovinz Tyrrendor erzählte, folgerte das plötzliche Verschwinden ihrer Eltern und der Brief, den sie ihr in das kleine geheime lose Brett geschoben hatten, ein Wissen, welches sie fortan als Geheimnis durch die Welt tragen sollte. Ihr bis zu dem Verschwinden ihrer Eltern gelehrtes Wissen über Runenmagie sowie ein paar Bücher aus dem Familienerben blieb ein Weiteres. Beide sollten den Grundstein für ein Leben dominiert von Unausgesprochenem bilden, wissen doch bis heute selbst die wenigsten ihrer Vertrauten von der Tochter, die sie schon vor ihrem Wehrdienst bekam und in dem Wunsch ihr und sich selbst ein besseres Leben zu bieten, abgab. Jeglicher Versuch sie in den letzten Jahrzehnten zu finden und eventuell doch ein Verhältnis aufzubauen indes scheiterte.

Ihre Familie knöpft sich daher seit geraumer Zeit nicht aus Blutbanden sondern rein über denselben ideellen Anspruch, den der Revolutionsrat verfolgt. Ihr engster Vertrauter ist seit Jahren ihr Drache. Es erscheint nicht selten wie ein einsames Leben, ist der Rat doch nicht oft an einem Ort zu finden und sie unter ihnen am Ehesten sie selbst. Der kluge Kopf, der sie teils etwas zu verbissen werden lässt, wenn sie erst einmal Leidenschaft entwickelt hat, der unerschütterliche Glaube daran, dass die Wahrheit am Ende siegen muss und der Bezug zur Gemeinschaft und Menschlichkeit, die ihr im Grunde eigentlich so wichtig sind. Es gab immer wieder Zweifel über die Jahre, aber keiner war stark genug, um sie von ihrem Weg abzubringen, weil die Revolution mittlerweile stark an ihren Lebenssinn gebunden ist. Myrrin will eine bessere Welt, eine freie Welt, unabhängig der Bedingungen. Es lässt sie manch moralische Grenze, die sie sich vor Jahren gesetzt hat überschreiten, Menschen manipulieren, in dem Glauben nur das Beste für sie zu tun oder der Erwartung, andersherum würde es genauso geschehen. Es hat sie verändert, ihre eigentliche Wärme ebenso gedrosselt wie abseits der Magie ausgelebte Kreativität. Der Gedanke, dass sie in einem danach wieder weicher werden kann, ist über die Jahre hinweg leise geworden und vielleicht, ganz vielleicht, liegt es auch daran, dass sie nicht mehr sicher ist, ob sie an eines glaubt.
Gespielt von jella
Dabei seit: 18.10.2024, 13:01
Zuletzt gesehen: 20.01.2025, 21:11

Reiter
21 Jahre alt
Es war nie der Plan gewesen, hier zu landen. Stattdessen wolltest du zuhause in der Bäckerei arbeiten. Jeden Tag früh aufstehen. Mehlsäcke schleppen und nach Ladenschluss zu Virras gehen, damit ihr bis (viel zu spät) in die Nacht unterm Dachfenster die Sterne ansehen und über alles möglich reden könntet. Aber nun bist du hier und musst dich nicht nur den anderen und ihrer Wut stellen, sondern auch deiner Angst vor all dem hier. Aber du schaffst das, denn bis hier hin hast du es ja auch geschafft. Gegen jeden Zweifel hast du dich behauptet. Bist stark geworden und hast gelernt, dich niemals wieder unterkriegen zu lassen. Ob das reicht? Das beweist du ihnen immer wieder. Jeden Tag. Du kannst das. Das müssen sie doch sehen. Sich auf dich genauso verlassen können, wie du das für sie tun wirst. Weil man das muss. Weil es kein zurück mehr gibt. Dass dir nach vielen Flügen auf Myrre noch immer schlecht wird, das dagegen müssen andere nicht unbedingt wissen, denn du stehst echt nicht darauf, dich hier zum Gespött zu machen. Das überlässt du dann doch lieber anderen, die vermutlich genauso gerne ganz woanders wären. So wie du. Du willst zurück nach Hause, träumst von einer Zukunft mit deinem Seelenpartner. Mit deiner großen Liebe. Traumgespinste. Nicht mehr als das. Du wirst deine Heimat vermutlich nie wieder sehen. Nie wieder Mehlsäcke schleppen. Nie wieder mit Virras auf dem Dachboden sitzen. Wenn du zurückkommst, dann vermutlich in einem Sarg. So ist das Leben nun mal. Man kann sich das alles nicht aussuchen. Denn wenn – dann wärst du nicht hier. Auch wenn du magst, was aus dir geworden ist. Das was du gelernt hast. Die Freunde, die du gewonnen hast. Gewollt hast du nichts davon. Aber gebraucht vielleicht. Oder reden sie einem das hier auch nur ein, weil sonst noch weniger junge Menschen gerne freiwillig hier wären um bei gefühlt allem draufzugehen? Die Überlebensrate ist ja hier echt nicht so hoch, selbst wenn man schlau oder stark ist. Das hat einem auch keiner vorher gesagt, nicht wahr?
Gespielt von Cay
Dabei seit: 15.09.2024, 18:43
Zuletzt gesehen: 01.01.2025, 18:28

Reiterin
20 Jahre alt
MacKayla Aurora wird von allen nur Mac gerufen. Sie stammt aus einer Zirkusfamilie und hat daher bisher nie lange an einem Ort gelebt. Mac betrachtet ganz Navarre als ihr Zuhause. Sie ist 20 Jahre alt und beginnt nun die Ausbildung zur Drachenreiterin. Zuvor hat sie im Zirkus ihrer Familie als Seiltänzerin gearbeitet. Da Mac dadurch ein äußerst gutes Gleichgewichtssinn hat, hat sie sich schon bereits im Vorfeld selbst zur Königin des Viadukts ernannt. Für sie steht fest, dass niemand sicherer über den Viadukt balancieren kann als sie.
Aktuell ist Mac Single und vermutlich wird das auch noch eine ganze Weile so bleiben. Mac ist nicht der Typ für feste Beziehungen, da sie sich nur ungern auf nur einen Mann festlegt. Sie ist dafür bekannt munter ihre Männer zu wechseln und sich nicht dafür zu interessieren, was andere Leute darüber denken. Für Mac ist nur wichtig, dass sie ihren Spaß bei all den One Night Stands und Affären hat, die sich bei ihr ergeben.
Mac ist ein Adrenalienjunkie und liebt Partys. Sie hasst Langeweile und versucht ihr Leben immer in vollen Zügen zu genießen. Wenn man etwas erleben will, sollte man sich also an Mac halten. Sie ist zudem eine treue Freundin, die einen nie im Stich lässt. Man muss sich nur damit anfreunden können, dass Mac verdammt oft versucht im Mittelpunkt zu stehen und dass sie durchaus eitel ist. Sie wird also häufiger nachfragen, ob ihre Haare noch sitzen oder ob ihr Make Up noch gut aussieht.
Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Mac nun einen festen Wohnsitz und muss sich noch daran gewöhnen nicht ständig unterwegs zu sein. Mac finde es aber spannend dadurch die Chance zu haben wirkliche Freunde zu finden. Bisher war sie nur mit Leuten aus dem Zirkus befreundet und hat hier und da lose Bekanntschaften geschlossen. Dennoch hat Mac manchmal ein wenig Angst davor, dass ihr schneller als erwartet die Decke auf den Kopf fallen wird, weil sie nicht mehr wild umher reisen kann. Doch Mac ist sich sicher, dass es die Sache am Ende wert sein wird. Sobald sie eine Drachenreiterin ist, wird sie schließlich wieder mehr umher reisen können und außerdem wird sie dann einen Drachen an ihrer Seite haben. Seit Mac als Kind zum ersten Mal einen Drachen gesehen hat, stand schließlich für sie fest, dass sie Kontakt zu einem derart faszinierenden Wesen haben möchte.
Gespielt von Jeanette
Dabei seit: 14.09.2024, 20:42
Zuletzt gesehen: 21.01.2025, 20:49

Jahre alt
Für diesen Charakter gibt es noch keine Kurzbeschreibung :(
Gespielt von Team
Dabei seit: 02.03.2024, 23:40
Zuletzt gesehen: 23.12.2024, 07:44



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content by berrie & sophie • based on "the empyrean"-series by Rebecca Yarros